Güterfolgeschäden beim Frachtführer

Güterfolgeschäden beim Frachtführer

Grundsätzlich deckt eine Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung (KH) sämtliche Schäden, für die der Versicherungsnehmer von Dritten aufgrund des Gebrauchs seines Fahrzeugs haftbar gemacht werden kann.

Insoweit der Versicherungsnehmer für Folgeschäden, die sich aus der Vermischung von Stoffen auf seinem oder außerhalb seines LKW ergeben, nach geltendem Recht haftbar gemacht wird, muss wie folgt entschieden werden:

Die gezeigte Grafik bezieht sich auf Schadensfälle die in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Gebrauch eines Fahrzeuges stehen.

Sowohl beim Werk- als auch beim gewerblichen Güterkraftverkehr haftet der Versicherungsnehmer für Vermischungen aller Art. Aus eben diesem Grund wurde das Deckungskonzept der klassischen Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung längst angepasst. Lediglich beim gewerblichen Güterkraftverkehr existiert eine folgenschwere Ausnahme (siehe roter Kasten): Findet nämlich die den Schaden verursachende Vermischung auf dem LKW des Frachtführers statt, so haftet dieser Kraft Gesetz nicht*.

Da Sie als Spediteur zur Wahrung ihrer Kundenverbindung ein genauso verständliches wie gesteigertes Interesse daran haben, auch und gerade solche Folgeschäden ihren eigenen Kunden zu erstatten, bieten wir Ihnen die sogenannte Güterfolgeschaden-Versicherung an. Die Leistung dieses Moduls ist für die Abwicklung derartiger Vorkommnisse ausgelegt.

* Gemäß den §§ 432, 434 HGB ist der Frachtführer für derartige Folgeschäden nicht haftbar (BGH - Urteil vom 5.10.2006- I ZR 240/03 // Rn. 23=TranspR 2006, 454=BGHZ 169, 187 = NJW 2007, 58)

In jedem Fall gelten die jeweiligen Versicherungs- und Vertragsbedingungen. Die in den Rubriken angeführten Aussagen und Beispiele haben lediglich tendenziellen Charakter. Sie ersetzen in keinem Fall die aktuelle Rechtssprechung oder vertragliche sowie rechtliche Grundlagen.